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INTRINSISCHE UND EXTRINSISCHE MOTIVATION

Intrinsische und extrinsische Motivation

Neugier, Interesse, das Bestreben, etwas verstehen oder beherrschen zu wollen sind kennzeichnend für das Phänomen der intrinsischen Motivation. Es bedeutet, etwas von sich aus, d.h. selbstbestimmt zu wollen und zu tun. Aus Interesse an der Sache oder aus Spaß an einer Tätigkeit will man zu immer vollkommenerer Beherrschung oder einem besseren Verständnis eines Gegenstands gelangen. Kinder, die herausfinden wollen, woran es liegt, dass manche Dinge auf dem Wasser schwimmen und andere untergehen, und die dabei eine Reihe von Annahmen aufstellen, die sie dann prüfen, oder Kinder, die sich zu einem Spiel zusammengefunden haben, sind intrinsisch motiviert. Sie handeln aus eigenem Antrieb und es geht ihnen um die Erforschung einer Ursache bzw. um das Spielen des Spiels.

Bei extrinsischer Motivation dagegen kommen die Ziele von außen. Das Individuum fühlt sich mehr oder weniger gezwungen, etwas zu lernen, um unangenehme Konsequenzen wie schlechte Noten oder Strafpredigten zu vermeiden oder um gute Noten, Bezahlung oder andere belohnende Folgen zu bekommen. Man arbeitet also nicht um der Sache selber willen, sondern wegen der Konsequenzen, die man erstrebt oder vermeiden möchte und die die ein bestimmtes Verhalten nach sich zieht. Extrinsische Motivation ist also stets instrumentell (Deci / Ryan 1985).

Nach Ryan/ Connell (1989) können vorgegebene Ziele aber auch verinnerlicht werden. Die entscheidende Bedingung ist, dass die Schüler die Möglichkeit zur Selbstbestimmung erhalten. Die Verinnerlichung kann in unterschiedlichem Grad erfolgen. Sie unterscheiden vier Kategorien: external (der Schüler befürchtet sonst Schwierigkeiten); Introjektion (der Schüler hätte sonst ein schlechtes Gewissen usw.); Identifikation (der Schüler betrachtet die Aufgabe als wichtig, um … usw.); intrinsisch (der Schüler arbeitet, weil es Spaß macht). Das Kontinuum reicht von Fremdbestimmung bis zu Selbstbestimmung. Aber auch wenn sich der Schüler mit einem Ziel identifiziert gilt er nach dieser Auffassung als extrinsisch motiviert. Deci/ Ryan (1991, 257) gehen nämlich davon aus, dass der Schüler sich einer Aufgabe aufgrund anderer persönlicher Ziele zuwendet, so dass sie nur Mittel zu einem anderen Zweck sei, jedenfalls sei es ist nicht das Interesse am Gegenstand das ihn antreibe. Aus diesem Grund sehen sie auch kein Kontinuum von extrinsischer zu intrinsischer Motivation, sondern nur von Fremd- zu Selbstbestimmung.

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Intrinsische und Extrinsische Motivation (4)